Raw Materials Partnership: Erste gemeinsame transnationale Ausschreibung 2026

RAMP koordiniert transnationale Tätigkeiten der beteiligten Länder in Forschung und Entwicklung (FuE) zur Erhöhung der europäischen Rohstoffsouveränität. Wesentliches Ziel ist die Bewältigung der globalen Herausforderungen bei der Bereitstellung von metallischen und mineralischen Rohstoffen für zentrale Zukunftstechnologien, um so den Wandel zu mehr strategischer Autonomie, Ressourcensouveränität und einer klimaneutralen und zirkulären Wirtschaft zu unterstützen.
Gefördert werden FuE-Projekte im Rahmen anwendungsorientierter, vorwettbewerblicher transnationaler Verbundvorhaben, die sich auf Technologieentwicklung und Innovation für die nachhaltige Bereitstellung von Rohstoffen aus primären und sekundären Quellen fokussieren und damit einen Beitrag zur Sicherstellung der Rohstoffversorgung für die Stärkung der industriellen Basis in Europa leisten.
Ausschreibung
Die Ausschreibung berücksichtigt 37 Förderinstitutionen aus 25 Ländern mit Mitteln in Höhe von insgesamt fast 40 Millionen Euro. Die Projekte sollen dazu beitragen, den Zugang zu Rohstoffen zu verbessern und gleichzeitig Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit sowie die Senkung sozialer und ökologischer Kosten zu fördern. Inter- und transdisziplinäre Ansätze sind ausdrücklich erwünscht.
Die thematische Ausrichtung orientiert sich an der RAMP-Agenda für strategische Forschung und Innovation und beinhaltet sechs Themenbereiche: nachhaltige Versorgung mit primären Rohstoffen, nachhaltige Versorgung mit sekundären Rohstoffen, rohstoffeffizientes Produktdesign und rohstoffeffiziente Produktionsverfahren, Überwindung technologischer Hindernisse für die Kreislaufwirtschaft, Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in die Praxis sowie innovative Ansätze zur Analyse von Rohstoffwertschöpfungsketten.
Brasilien ist das einzige lateinamerikanische Land unter den Teilnehmerländern außerhalb Europas und verfügt über eine außergewöhnlich breit gefächerte Förderstruktur.
Beteiligung aus Brasilien
Brasilien ist über die nationalen Förderagenturen CONFAP, EMBRAPII und Finep an der Ausschreibung beteiligt.
Für genehmigte Projekte können zusätzliche Fördermittel von den folgenden zwölf bundesstaatlichen Fördereinrichtungen (FAPs) bereitgestellt werden:
- Fundação Araucária (Paraná);
- FAPEAM (Amazonas);
- FAPEG (Goiás);
- FAPEMIG (Minas Gerais);
- FAPERGS (Rio Grande do Sul);
- FAPERJ (Rio de Janeiro);
- FAPES (Espírito Santo);
- FAPESB (Bahia);
- FAPESP (São Paulo);
- FAPESPA (Pará);
- FAPESQ (Paraíba);
- FAPERO (Rondônia).
Weitere Informationen auf Portugiesisch sind hier verfügbar.
Antragsberechtigte
Die Ausschreibung richtet sich an transnationale Verbünde mit mindestens drei Partnern aus drei teilnehmenden Ländern, von denen mindestens zwei EU-Mitgliedstaaten oder mit Horizon Europe assoziierte Länder sein müssen. Zu den förderfähigen Einrichtungen zählen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen jeder Größe, Beratungsunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und öffentliche Einrichtungen. Nicht antragsberechtigte Organisationen können als Partner mit Eigenfinanzierung beitreten.
Eckdaten
- Frist für das Einreichen von Ideenskizzen: 22. September 2026, 15 Uhr CEST
- Frist für das Einreichen von Projektvorschlägen: 15. Februar 2027, 15 Uhr CET
- Veröffentlichung der Ergebnisse aus Phase 1: Mitte Dezember 2026
- Voraussichtlicher Projektbeginn: ab Mitte 2027
Weitere Informationen zur Ausschreibung sind unter diesem Link verfügbar. Informationen in deutscher Sprache können hier abgerufen werden.


