Forschende aus Lateinamerika nehmen an Research Explorer Ruhr-Programm teil

Aus 412 Bewerbungen wurden 37 kluge Köpfe aus 18 Herkunftsländern ausgewählt, die vom 21. Juni bis zum 4. Juli 2026 ins Ruhrgebiet gekommen sind. Sie arbeiten nun zwei Wochen lang eng mit gastgebenden Professorinnen und Professoren und deren Arbeitsgruppen an der Ruhr-Universität Bochum (RUB), der Technischen Universität (TU) Dortmund und der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen.
Laut Dr. Verena Peters, Referentin für Postdocs und Junior Faculty am Graduiertenzentrum der TU Dortmund, wurden in diesem Jahr doppelt so viele Gäste wie im Vorjahr allein an der TU Dortmund begrüßt. Die steigenden Bewerbungszahlen sind für alle drei UA Ruhr-Hochschulen eine erfreuliche Entwicklung, insbesondere die Teilnahme von Forschenden außerhalb Europas.
Auch sieben Nachwuchswissenschaftler*innen aus Lateinamerika sind im Rahmen des diesjährigen Programms vertreten, unter anderem auch die peruanische Wissenschaftlerin Andina Alay Lerma, die im Bereich angewandte Mathematik und Modellierung forscht. Sie ist derzeit Doktorandin an der Universität Pernambuco (UPE) in Brasilien und bei Prof. Dr. Jonathan Bedford am Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB zu Gast. Ein weiterer Teilnehmer aus der Region ist Dr. Josivan Leite Alves, Dozent im Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen der Bundesuniversität Pernambuco (UFPE) in Brasilien, der seinen Aufenthalt bei Prof. Dr.-Ing. Magdalena Zabek an der Fakultät für Architektur und Bauwesen der TU Dortmund verbringt. Lerma und Bedford erfuhren von dem Angebot der UA Ruhr im letzten Oktober als Besucher des Workshops „Postdoc in Germany“ in Recife. Die anderen Teilnehmenden aus Lateinamerika kommen aus Argentinien (2) und Brasilien (3, davon stammt eine Person aus Mosambik).
Der Research Explorer Ruhr steht Early Career Researchers aus aller Welt offen und ist eine hervorragende Gelegenheit, um zwei Wochen lang in das deutsche Wissenschaftssystem einzutauchen und Förderlandschaften und Karrierewege zu erkunden. Durch die Vernetzung in die Fakultäten und Research Center hinein entstehen beste Voraussetzungen für nachhaltige Kooperationen.
„Wir als RUB freuen uns in diesem Jahr auf 15 internationale Gäste aus allen Forschungsdisziplinen, die aus insgesamt 161 Bewerbungen ausgewählt wurden. Unsere Rückkehrquote von rund 25 Prozent in den vergangenen zehn Jahren zeigt, wie nachhaltig das Programm wirkt und mittlerweile etabliert auf UA Ruhr-Ebene fungiert“, so die Einschätzung von Dr. Jörn Benzinger, Global Talent Acquisition, RUB Research School.
Auch an der Universität Duisburg-Essen wächst das Interesse am Research Explorer Ruhr kontinuierlich. Simon Kresmann, Ressortleiter des Graduate Center Plus an der Universität Duisburg-Essen erklärte: „Allein an der UDE haben sich mehr als 20 Professor*innen als Hosts beworben, um mit internationalen Talenten zusammenzuarbeiten. Mit neun ausgewählten Gästen bietet das Programm auch in diesem Jahr hervorragende Möglichkeiten, neue wissenschaftliche Kooperationen anzustoßen und die Internationalisierungsziele der UA Ruhr im Bereich der Early Career Researchers nachhaltig voranzubringen. Der Research Explorer Ruhr ist damit ein wichtiges Instrument für globale wissenschaftliche Vernetzung und Zusammenarbeit.“
Weitere Informationen zum diesjährigen Programm und den Teilnehmenden sind hier verfügbar.
Der Research Explorer Ruhr wird im kommenden Jahr vom 13. bis 27. Juni 2027 stattfinden. Die Bewerbungsfrist beginnt voraussichtlich Anfang Januar. Das Verbindungsbüro der UA Ruhr in São Paulo bietet Interessierten aus der Region Lateinamerika und Karibik außerdem individuelle Beratung und Informationen an.



